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'Bond-Gegenspieler räumt Euregio Filmpreis ab'

Euregio. Kann man sich als Fiesling Freunde machen? Man kann. Beispielsweise als Filmschauspieler und vor allem dann, wenn man die Rolle so perfekt ausfüllt wie Gottfried John.

General Ourumov hieß der widerliche Kerl, der 1995 dem smarten Pierce Brosnan alias 007 im Bond-Klassiker «Golden- Eye» das Agentenleben zur Hölle machte. John als russischer General - genial!

Am Samstag, 6. November, marschiert der 62-Jährige über einen roten Teppich in den Cinetower Kinopark Alsdorf. Einen Orden gibt es drinnen zwar nicht, doch dafür den Euregio Filmpreis in der Kategorie «Bester Schauspieler».

Der große Erfolg im Vorjahr schrie geradezu nach einer Wiederholung an gleicher Stelle: «Die Premiere war riesig, jetzt freuen wir uns auf die Neuauflage, die noch mehr verspricht», sagte gestern Stefan Hanrath, Geschäftsführer im Cinetower Kinopark Alsdorf.

Gemeinsam mit Partner Andreas Mehlhorn (AME-Media) hatte Hanrath vor Jahren die Idee zu einem euregionalen Filmwettbewerb entwickelt. «In der Euregio gibt es in Sachen Film ein enormes Potenzial. Und Alsdorf mit dem Cinetower Kinopark ist ein perfekter Standort für die Verleihung», sagte Mehlhorn.

Präsentiert wird die Veranstaltung von der Aachener Zeitung und dem WDR. Verliehen werden Preise in sechs Kategorien: beste TV-Serie, beste euregionale Dokumentation, bester euregionaler Werbespot oder Industriefilm, bester Schauspieler in der Euregio, beste Nachwuchsleistung, bester Film national.

Neben John werden am 6. November ab 19 Uhr noch andere alte Bekannte über den roten Teppich laufen. In der Kategorie «Beste TV-Serie aller Zeiten» kommt die «Schwarzwaldklinik» zu Ehren. Klaus-Jürgen Wussow, der in der Erfolgsserie in der Rolle des Professor Brinkmann am OP-Tisch im Einsatz war, wird den Preis persönlich entgegennehmen.

In Kürze schlüpft Wussow übrigens wieder in den Arztkittel: «Schwarzwaldklinik - Die nächste Generation», heißt der 90-Minuten-Film, der im kommenden Jahr, pünktlich zum 20-jährigen Serien-Jubiläum, ausgestrahlt wird.

Im Showteil der ab 20 Uhr im Tower 7 von AZ-Redakteur Robert Esser moderierten Filmgala gibt es die Fortsetzung einer unendlichen Geschichte. Limahl, auch bekannt als Leadsänger der 80er Popband Kajagoogoo («Too Shy»), wird seinen Nummer Eins Hit «Neverending Story», der Titelsong zum Film «Eine Unendliche Geschichte», zum Besten geben. «Limahl mit einem der bekanntesten Film-Songs hier im Cinetower - einfach eine tolle Kombination», so Hanrath.

«Bully» hält Wort

Dass der Filmpreis in der Branche bereits etabliert ist, zeigte sich jüngst, als Michael «Bully» Herbig Wort hielt. Im Oktober 2003 war Herbigs Film «Der Schuh des Manitu» bei der ersten Verleihung des Euregio Filmpreises von den Cinetower-Besuchern zum besten deutschen Film gewählt worden.

Als der anwesende Marketing Chef der Constantin Film, Torsten Koch, bei der Verleihung im Cinetower versprach, dass Bully sich seinen Filmpreis persönlich abholen würde, glaubten ihm die 540 Zuschauer im Tower 7 nicht wirklich.

Am 20. Juli war es so weit. Herbig holte sich den Preis ab und fand lobende Worte: «Dieser Preis ist ein Publikumspreis und bedeutet mir deshalb besonders viel. Ich denke, dass man durchaus stolz sein darf, wenn man den Euregio Filmpreis erhält.»

Debüt mit Tarrach

Ähnlich hatte sich im Vorjahr auch der gebürtige Geilenkirchener Grimme-Preis-Träger Jürgen Tarrach geäußert, der den Preis für den besten Schauspieler der Euregio einheimste. Nachfolger Gottfried John, der nur auf der Leinwand den Bösen gibt, freut sich schon auf Alsdorf, nicht nur, weil die Anreise für den in Belgien lebenden 62-Jährigen sehr stressfrei sein wird.

Erfahrungen in Sachen Preisverleihungen hat John natürlich auch - für seine Rolle in «As-terix & Obelix gegen Cäsar» wurde er als bester Darsteller mit dem 21. Bayrischen Filmpreis ausgezeichnet. Sein Debüt gab der gebürtige Berliner am Berliner Schillertheater, in der Film- und Fernsehszene etablierte er sich durch seine Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder in den 70er Jahren.

Unter anderem spielte John in «Acht Stunden sind kein Tag» (1972) und «Lili Marleen» (1980). International war er bereits 1977 in Billy Wilders «Fedora» auf der Leinwand zu erleben. In Volker Schlöndorffs «Der Unhold» überzeugte er 1996 neben John Malkovich. Vor internationalen Kameras mimte das charismatische Charaktergesicht unter anderem mit Russell Crowe, Meg Ryan, Gérard Depardieu und Roberto Benigni. Im Dezember kehrt John in «Cow- girl» in die Kinos zurück.

Und noch ein Star ist mit von der Partie - ein Polit-Star aus der Landeshauptstadt: NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) ist Schirmherr des zweiten Euregionalen Filmpreises.

Und auch der Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters will in Alsdorf dabei sein. Und das, obwohl an diesem Abend in Köln der Presseball steigt. Nach eigenem Bekunden werde ihm da zu viel getanzt. Und eine all zu gute Figur mache er dabei nicht. Jedenfalls keine filmreife.

Tickets für die glanzvolle Verleihungsgala des Euregio Filmpreises am Samstag, 6. No-vember, sind für 35 Euro in den Zweigstellen der Aachener Zeitung (Ticketshop Mayersche Buchhandlung, Aachen), im Cinetower Kinopark in Alsdorf sowie in einigen Tagen bei der Sparkasse Aachen erhältlich.

Bitte nicht zu lange zögern, es sind nur 540 Sitzplätze verfügbar. In diesem VIP-Paket sind Sektempfang um 19 Uhr, Gala (20 Uhr), danach kulinarische Köstlichkeiten sowie das Party-Ticket enthalten.

Für lediglich 7 Euro sind dagegen die Party-Tickets für das große Spektakel rund um den Turm erhältlich (ab 21 Uhr).

Starke Partner unterstützen den Euregio Filmpreis als kulturelles und medienwirtschaftliches Forum der Euregio: darunter vor allem die Sparkasse, die Euregio/Regio Aachen e.V., die Industrie- und Gewerbepark GmbH Alsdorf (IGA), die Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK), das Autohaus Jacobs (Audi-Zentrum), die Deutsche Lufthansa, Pokale und Papier Roberto Zander (Alsdorf), FiMeA, das Babor-Institut (Info-Hotline: 02404/809165).

Offizielle Medienpartner des Euregio-Filmpreises sind die WDR Lokalzeit Regio Aachen, WDR2 und die Aachener Zeitung. Moderiert wird die Preisverleihung von AZ-Redakteur Robert Esser.

Von unserem Redakteur Thomas Thelen

Quelle: Aachener Zeitung, 15. September 2004